Wenige Wochen nachdem die ersten KI-Tools für Musik gelauncht wurden, haben wir aus Jux und Tollerei sofort damit experimentiert. Wir haben Texte geschrieben, gepromptet, gecuttet, verfeinert, Feedbacks eingeholt und dutzende Male wieder von vorne angefangen.
Ziel und Zweck: Bei unserer Live-Show im Rahmen der #TirolerInnovationswoche eine damals unbekannte Technologie einfließen zu lassen – um Menschen mit einem Augenzwinkern was Neues vorzustellen, denn bekanntlich erhöht Humor oft die Aufmerksamkeit 😉…
Entstanden sind damals kurze, ganz persönliche Intro-Raps für jeden unserer Live-Gäst:innen. Und die sind (trotz stundenlangem Aufwand) bis heute geblieben, haben hunderte Besucher:innen und dutzende Special Guests zum Schmunzeln gebracht und wurden zum beliebten Andenken an die Veranstaltung, denn wer hat dir tatsächlich schon mal einen „Song“ gewidmet? 😅
Die Reaktion des Publikums hat uns selbst überrascht: Mehr als 2 Jahre lang war so ziemlich alles dabei, von „Ich kenne diese Rapper!“ bis hin zu ungläubigem Kopfschütteln: „Das kann nicht Technik geschaffen haben!“ Letzterem stimmen wir übrigens zu, aber KI war letztendlich der Missing Link für die Umsetzung einer Idee, die schon lange geschlummert hatte. Ein Werkzeug, Baustein und Lösung für unser sehr kleines Tour-Budget.
Immer wieder haben uns Menschen erzählt, dass sie von diesem winzigen, unauffälligem Impuls „nebenbei“ motiviert wurden, sich doch mal positiv eingestellt mit „dem Neuen, das da plötzlich aufgetaucht ist“ auseinanderzusetzen. Manche haben sich vielleicht sogar einen Wissensvorsprung erarbeitet, weil sie offen und neugierig waren, sich Zeit zum Experimentieren und Antizipieren genommen haben.
Und jene, denen das gelingt, sind in der Regel anderen überlegen, die in Totenstarre und Panik verfallen oder auf eine Abkürzung spekulieren und darauf warten, bis einer der vielen neuen AI-Consultants an die Tür klopft und endlich „das eine geheime Erfolgsrezept“ verrät, das es in Wirklichkeit gar nicht gibt.
Bei unserem Open Air in Kufstein saß eine beeindruckende Frau auf unserer Couch: Désirée Arzić. Als ausgebildete Grafikdesignerin hat sich gleich zu Beginn ihrer Babypause die Frage gestellt, ob es ihren Job nach Ende ihrer Karenzzeit überhaupt noch gäbe – das war zu einer Zeit, als ChatGpt & Co für die meisten noch unbekannt oder eine lustige Spielerei war.
Ihre Antwort: „Ich beschäftige mich jetzt einfach mal damit und werde die Beste in meiner Branche.“ Ein großer Traum – aber genau zu diesen gehört sie heute tatsächlich…
Was wir von Désirées Story lernen können? Hört es euch selbst an! Hier gehts zum Podcast mit dem Live-Mitschnitt » Viel Spaß!